What a difference a day makes
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Ungarn entdecken
Herbst-Winter 2010
Das Land der Magyaren – Ungarn – ist seit Jahren beliebtes Reiseziel für Deutsche und Österreicher und bekannt durch Wellness-Hotels aller Kategorien, als Mekka für kulinarische Feinspitze, Paradies für Pferdefreunde und Radfahrer.
Die Entdeckungsreise startet in Budapest aus und führt uns in alle Teile des Landes.
Die lebhafte und moderne Hauptstadt
Ungarns bietet nicht nur Kunst, Kultur und Kulinarik vom Feinsten,
sondern ist auch reich an Thermalquellen, wie Ungarn Expertin Eva Kleyer erzaehlt, und hat mit dem ersten
Wellenbad der Welt, dem Gellert-Bad, Wellness-Geschichte geschrieben.
1927 wurde das Aussenbecken in Betrieb genommen, die Quellen bereits
seit dem 13. Jahrhundert genutzt. Das Szecheni – Bad ist das zweite
bekannte Bad in Budapest und eines der größten Bäderkomplexe
Europas, mit einem riesigen Aussenbereich und einem spektakulären
Schachbrett mitten im Pool. In lauen Sommerabenden ist das Bad ein
beliebter Treffpunkt, da es bis in die Nacht geöffnet hat.
Von einer ganz anderen Perspektive, nämlich per Drahtesel, kann man die ungarische Hauptstadt entdecken. Budabike hat sich auf Themenradtouren spezialisiert und bietet je nach Interesse und Grösse der Gruppen ganz individuelle Erkundungstouren an. Ob kulinarischer, kultureller oder historischer Art, ob eine Shopping- oder Kaffeehaustour – alles ist möglich. Der Tiroler Christian Brandmayr, der nach Südamerika nun Budapest zu seinem Domizil gemacht hat, ist selbst über den Erfolg überrascht. „Die Teilnehmer erleben hautnah ihre persönlichen Budapest-Highlights. Sie sind viel näher am Geschehen und in der Gruppe funktioniert das Kennenlernen fremder Städte wesentlich emotionaler. Man teilt dieses Erlebnis und das macht es unvergeßlich.“
Von Budapest aus geht es erstmal in den Westen, und zwar nach Sopron, das direkt an der österreichischen Grenze am Neusiedler See liegt. Das malerische Städtchen wird auch die treueste Stadt Ungarns genannt, denn im Jahr 1921 hatten die Soproner und die 5 umliegenden Gemeinden die Wahl, ob sie zu Österreich gingen oder ungarisch bleiben. Die Wahl fiel bekannterweise eindeutig aus. Ein paar Kilometer weiter liegt St. Margarethen. Die kleine Ortschaft ist für Historiker jener Schauplatz, der zum Fall der Berliner Mauer und des Eisernen Vorhangs geführt hat, denn Ungarn war für die Bewohner der ehemaligen DDR das Urlaubsland Nummer eins.
Ein „Must“ für Fans der gehobenen aber nicht abgehobenen Küche ist das Raspi, unweit von Sopron am Ufer des Neusiedler Sees. Joszef Horvath, Gründer, Chefkoch, Gastgeber, Winzer, Erfinder und leidenschaftlicher Trüffelsammler, setzt auf Zutaten aus der Region. Was heute noch auf den Feldern wächst, landet spätestens am nächsten Tag in Pfanne oder Kochtopf. Frisches Gemüse, Obst, Pilze, Fisch, Wild, Rind oder die Spezialität des Hauses, Mangalica-Schwein, werden raffiniert zubereitet und bringen Gaumen und Laune in ungeahnte Höhenflüge. Das Raspi ist ganz im Stil einer Buschenschenke ausgestattet, edel aber gemütlich, mit einem
lauschigen Gastgarten, der bis in den Abend zum Verweilen einlädt. Für Radfahrer, die es ja zahlreich rund um den Neusiedler See gibt, ein ganz heißer Tipp für eine kleinere oder längere Tourenpause.
Weiter im Osten liegt der Balaton,
vulgo Plattensee. Diese Bezeichnung für die „ungarische Adria“
wird aber gar nicht gern gehört.
Am Westufer liegt der Hevizer See, der von einer Quelle aus dem Balaton gespeist wird. Diese Quelle ist mit 410 Litern pro Sekunde derart ergiebig, dass sich das Wasser innerhalb 48 Stunden komplett austauscht. Das Wasser des Hevizer Sees ist weltberühmt für seine Heilwirkung bei bestimmten Indikationen.
Mit einer Fläche von rund 4,4 Hektar ist der Hevizer See der größte natürliche und biologisch aktivste Thermalsee der Welt mit einer Fülle an Wasserpflanzen und Fischen. Sommer wie Winter kann in dem leicht radioaktiven Wasser gebadet werden und für mutige und erfahrene Taucher werden auch Tauchgänge direkt in die Höhlen des Quellursprungs angeboten.
Ein großer geographischer Sprung und wir sind ganz im Nordosten Ungarns, und zwar in Eger, wo der Tokajer, einer der traditionsreichsten Weine, angebaut wird. Er wird aus Weißweintrauben gewonnen und nach verschiedenen Verfahren in unterschiedlichen Süßegraden hergestellt.
Es gibt noch viel zu entdecken im Land der Magyaren.
Zum Beispiel die Puszta hoch zu Ross, mit ihrer herrlich weiten Landschaft, der charakteristischen Fauna und Flora, die touristisch kaum erschlossenen Doerfer mit ihrem
traditionellen Charme.
Ein herzlicher Dank geht an Eva Kleyer, Bernadett GYURICZA vom Ungarischen Tourismusamt und an Organisator Karl Baumgartner.
Zum Abspielen der Audiodateien im Text die Links anklicken.
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Klassik auf der Mountain Gallery
September 2010
Der Wettergott hat es gut mit den großen und kleinen Klassikfans gemeint - aber nicht nur deshalb wurde das erste Open Air Konzert mit der Bad Reichenhaller Philharmonie auf der Mountain Gallery ein voller Erfolg. Chefdirigent Thomas Mandl stellte seine Entertainer-Qualitäten wieder einmal mehr unter Beweis und begeisterte die großen und kleinen Gäste, die im wahrsten Sinne des Wortes "Auf die Pauke hauen" durften. Ein Klassikkonzert, bei dem gelacht, getanzt und geplaudert werden durfte - das Publikum hat es sichtlich genossen. Der deutsche Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer stattete mitsamt Familie dem Initiator und Hoteldirektor Claus Geißelmann einen Besuch ab und war über den Erfolg des Konzepts begeistert: Klassik zum Erleben wird mit Sicherheit im kommenden Jahr eine Fortsetzung finden.